Geschichte der Mandala Wandtücher

Rotes Mandala Wandtuch im Schlafzimmer von Karmandala



 

Traditionelle Mandala Wandtücher werden in der
Wohnraum Dekoration immer populärer.

Woher sie kommen und welche Bedeutungen die teils uralten Symbole und Muster der Mandalatücher haben möchten wir hier näher beleuchten.


Herkunft und Definition 'Mandala'

 

Das Mandala  (Sanskrit, n., मण्डल, maṇḍala, „Kreis“) ist ein geometrisches, meist rundes oder quadratisches Abbild, welches sich vorwiegend in der Geschichte und Kultur des Hinduismus und Buddhismus als energetisches, magisches Symbol wieder findet. Je nach Gestaltung zeigt es das Universum oder einen Mikrokosmus dessen, soll als Meditationshilfe oder auch als bildliche Darstellung der Selbstfindung dienen. 

 


Mandalas im Buddhismus

Karmandala Wandtücher mit Lebensbaum und Lotus Buddha Motiv

Das erstellen eines Mandalas dient buddhistischen Mönchen als spezielle Form der Meditation und symbolisiert einen heilenden Segen für alle Lebewesen.

In minutiöser Feinarbeit wird das Mandala von Innen nach Außen konstruiert und somit ein Gebilde erschaffen welches
, von oben gesehen, einen spirituellen Palast darstellt. 
In diesem können Buddhas/Bodhisattvas ('Erleuchtungswesen') erscheinen, indem sie aus ihren spirituellen Gefilden herabsteigen um die Welt und ihre Mönche für die Erschaffung des Mandalas mit Liebe und Weisheit zu segnen. 

Das Mandala repräsentiert gleichermaßen auch die spirituelle Entwicklung der Mönche in der Gegenwart sowie in der Zukunft und die Erschaffung soll den praktizierenden schließlich der Erleuchtung näher bringen.


Die Fertigstellung eines traditionellen Mandalas dieser Art dauert 7 Tage. Anschließend darf es von allen betrachtet und zur Meditation genutzt werden. 
Danach wird es in einer Zeremonie zerstört. Dies zeigt die Unstetigkeit des Lebens und, dass Loslösung von irdischen Dingen ein wichtiger Schritt zum Verständnis des Universums ist. Gleichzeitig symbolisiert es auch die einfache Schönheit der Dinge und den Wert, jeden Moment bewusst zu schätzen.

 


Mandalas im Hinduismus

Karmandala Wandbehang mit Lord Ganesha

 

Mandalas zeigen im Hinduismus Diagramme, welche das Universum abbilden.

Das Wort Mandala bedeutet in Sanskrit 'Kreis'.
Kreise bilden die kreisförmige Einfassung des zentralen 'heiligen Mittelpunkts'.
Die Mitte des Mandalas heisst Bindu und symbolisiert den mythischen Berg in der Mitte des Universums. Das Erreichen dieses Berges stellt die Erleuchtung durch Meditation dar.

Im Hinduismus wird das Universum durch Energielinien unterteilt, welche die Welt mit göttlicher Energie aufladen. In Mandalas sind sie oft durch Drei- und Vierecke vertreten, welche an den Schnittpunkten große Energiemengen sammeln. Hinduistische Tempel haben daher den Grundaufbau eines Mandalas, dessen sich überlagernde Bauweise viele Kraftpunkte der göttlichen Energien besitzt.

Durch das Umschließen des heiligen Mittelpunkts wollen Gläubige die Kraft der Götter (Shakti) bewahren um durch die Meditation über ein Mandala spirituellen Fortschritt zu erlangen.

Fortgeschrittene Heilige meditieren so lange an Mandalas, bis sie es sich im Gedächtnis abrufen können und dadurch mit dem Kosmos verschmelzen und ihre Reise zum Berg Meru antreten.


Bedeutung von Mandalas in der heutigen/modernen Zeit

Schlafzimmer mit Mandala Wandtüchern von Karmandala


Heute wird das Wort ‚Mandala‘ häufig als Oberbegriff für konzentrische geometrische Bildnisse verwendet, deren Musterung auf symbolische oder metaphysische Weise einen Mikrokosmus des Universums repräsentiert. Oft bestehen Mandalas aus einem  sich dem Zentrum zu bewegenden Aufbau. Dies symbolisiert u.a. die Konzentration der inneren Energie, die Harmonie des Kosmos und ein Tor zur Seele um mit dem Kosmos zu verschmelzen.

 


Mandala Wandbehänge

 

Ursprünglich wurden Mandala Wandtücher & Wandbehänge als Hilfe zur Meditation und Gestaltung dafür vorgesehener Räumlichkeiten verwendet um den Vorgang der Selbstfindung zu fördern.
Die Betrachtung der komplexen, in sich verdrehten Strukturen kann den Geist so fokussieren, dass unerwünschte Gedanken nicht eindringen können und der Betrachtende dadurch den Zustand eines höheren Bewusstseins erlangt.

 

 


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