Was ist ein Mandala?


Mandala - Bedeutung, Definition und Herkunft

Wenn wir an ein Mandala denken, kommt uns eine kreisförmige, sich auf die Mitte zubewegende Struktur in den Sinn. Man findet Mandalas heute vermehrt auf Kleidung, Dekorationsartikeln oder als Malbücher zum selbst ausmalen.

 

Die Bedeutung:

Das Wort Mandala stammt aus der alt indischen Sprache Sanskrit (मण्डल) und bedeutet Kreis, auch Kreisbild oder Kreisförmig.

Die Form des Kreises liegt fast jedem Mandala zugrunde. Mandalas sind konzentrisch aufgebaut. Das heißt, die Linien und Muster führen zur Mitte, dem Zentrum des Mandalas, um welches herum sich alles anordnet.

Mandalas finden sich in der Kultur des Hinduismus und Buddhismus als hoch energetische Symbole
Je nach Geometrie zeigt ein Mandala das Universum oder auch nur einen Mikrokosmus dessen, dient als Meditationshilfe oder bildliche Darstellung der Selbstfindung.

Die Mandala Grundformen:

  • Die Kreisform symbolisiert das Ganze, die Seele des Lebens. Sie unterstützt die Konzentration auf das Wesentliche und die Ordnung des Geistes. Das Zentrum, der Mittelpunkt dient als Sammelpunkt der Energien.

  • Das Dreieck verbindet positive, neutrale und negative Energien und symbolisiert den ewigen Gleichfluss und die Abhängigkeit voneinander.

  • Die Sternform ist ein Abbild für die Freiheit des Geistes und der Kreativität

  • Das Quadrat stellt im Buddhismus den Palast des Geistes als Wohnsitz der Götter dar.

Mandalas im Buddhismus

Traditionelles Wandtuch mit Buddha im Lotus Sitz
Unter die Decke gehängtes Wandtuch mit Buddha im Lotussitz

Das erstellen von Mandalas dient buddhistischen Mönchen als spezielle Form der Meditation und symbolisiert einen heilenden Segen für alle Lebewesen.

In minutiöser Feinarbeit wird das Mandala von Innen nach Außen konstruiert und somit ein Gebilde erschaffen, welches
 den spirituellen Palast des Geistes darstellt. 
In diesem sollen Buddhas und Bodhisattvas (Erleuchtungswesen) erscheinen, indem sie aus ihren spirituellen Gefilden herabsteigen um die Welt und ihre Mönche für die Erschaffung des Mandalas mit Liebe und Weisheit zu segnen

Das Mandala repräsentiert gleichermaßen die spirituelle Entwicklung der Mönche in der Gegenwart sowie in der Zukunft.

 

Die Erschaffung soll den praktizierenden schließlich der Erleuchtung näher bringen.


Die Fertigstellung eines traditionellen Mandalas dauert 7 Tage. Anschließend darf es von allen betrachtet und zur Meditation genutzt werden. 
Daraufhin wird es in einer Zeremonie zerstört. Dies zeigt die Unstetigkeit des Lebens und, dass Loslösung von irdischen Dingen ein wichtiger Schritt zum Verständnis des Universums ist. Gleichzeitig symbolisiert es die einfache Schönheit der Dinge und den Wert, jeden Moment bewusst zu schätzen.

 


Mandalas im Hinduismus

Traditionelles Wandtuch Abbild von Lord Ganesha
Traditionelles Wandtuch mit Hindugott Lord Ganesha

Mandalas zeigen im Hinduismus Diagramme, welche das Universum abbilden.

Das Wort Mandala bedeutet Kreis.
Symmetrische Kreise bilden die Einfassung des zentralen heiligen Mittelpunkts.
Die Mitte des Mandalas heisst Bindu und symbolisiert den mythischen Berg in der Mitte des Universums. Das Erreichen dieses Berges stellt die Erleuchtung durch Meditation dar.

Im Hinduismus wird das Universum durch Energielinien unterteilt, welche die Welt mit göttlicher Energie aufladen. Im Mandala sind diese durch Drei- und Vierecke vertreten, welche an den Schnittpunkten große Energiemengen ansammeln. Hinduistische Tempel haben daher den Grundaufbau eines Mandalas, dessen sich überlagernde Bauweise viele Kraftpunkte der göttlichen Energien besitzt.

Durch das Umschließen des heiligen Mittelpunkts wollen Gläubige die Kraft der Götter (Shakti) bewahren um durch die Meditation über ein Mandala spirituellen Fortschritt zu erlangen.

Fortgeschrittene Heilige meditieren so lange über einem Mandala, bis sie es im Gedächtnis abrufen können. Dann verschmelzen sie mit dem Kosmos und beginnen ihre Reise zum Berg Meru.


Mandalas in der modernen Zeit

Indisches Wandtuch mit Elefanten Mandala
Mandala Wandtuch mit Elefanten

Heute wird das Wort Mandala zunehmend als Oberbegriff für kreisförmige, konzentrische Bildnisse verwendet. Es existieren unzählige Versionen und Abwandlungen traditioneller Mandalas.

Sie werden mit modernen Designs kombiniert und auf Alltagsgegenständen gemalt oder gedruckt. Auch finden sich Mandalas seit je her auf Musik Festivals als Floor- und Bühnendekoration oder als Visualisierung.


An die ursprüngliche Intention der Mandala Entstehung sind diese nur noch selten angelehnt, jedoch erfreuen sich alte wie neue Mandala Kreationen immer höherer Beliebtheit.


Mandala Wandtücher

Mandala Wandtücher & Tagesdecken im Schlafzimmer
Mandala Tücher im Schlafzimmer

Mandala Wandtücher werden in der westlichen Wohnwelt immer beliebter. Man findet sie vornehmend als orientalische Wanddekoration oder als Himmelbett und Baldachin über dem Bett.

 

Woher kommen Wandtücher und welche Bedeutung hat diese traditionelle Wandgestaltung?

 

Ursprünglich wurden Wandtücher mit großen Mandalas als Hilfe zur Meditation und Gestaltung dafür vorgesehener Räumlichkeiten verwendet um den Vorgang der Selbstfindung zu fördern.

 

Die Betrachtung der komplexen, in sich verdrehten Strukturen fokussiert den Geist, sodass unerwünschte Gedanken nicht eindringen können und der Betrachtende dadurch den Zustand eines höheren Bewusstseins erlangt.

 

 


Unsere beliebtesten Wandtücher:


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